Die praktische Anwendung der Logotherapie liegt primär in der Hilfestellung für Menschen, die sich in einer existenziellen Orientierungslosigkeit befinden. Somit findet die Logotherapie eine breite Anwendung im Bereich der Psychologie, Psychohygiene, Sozialarbeit, Suchtprävention, Pflege, Pädagogik, Seelsorge, sowie in der Personal- und Organisationsentwicklung. Sie leistet wesentliche Arbeit zur Vorbeugung psychischer Störungen, in der Behandlung von Sinnlosigkeitsgefühlen, zur Bewältigung von Verlusterfahrungen, im Umgang mit schweren oder chronischen Erkrankungen, Verarbeitung von Schicksalsschlägen und zur Orientierung in Lebenskrisen.
Das Ziel der Logotherapie ist, Sinnerfahrung auf Grund authentischer Lebensgestaltung zu ermöglichen. Dies geschieht im Horizont einer dialogischen Auseinandersetzung mit den Bedingungen des Daseins.
Im Mittelpunkt der Logotherapie und Existenzanalyse steht der Begriff der »Existenz«. Dieser meint ein sinnvolles, in Freiheit und Verantwortung gestaltetes Leben, in dem der dialogische Austausch mit Anderen und das Erkennen der jeweiligen Lebensmöglichkeiten Grundlagen sind.
Zentrale Methoden die der phänomenologischen Haltung dieses Ansatzes zugrundeliegen, sind: Phänomenologische Gesprächsführung, Personaler Dialog, Sinn- und Werterfassung (SEM) oder die Personale Existenzanalyse (PEA).