Herbstdialoge 2025

Rückschau: Wofür will ich gelebt haben?

Wie habe ich mein Leben geführt und was hat es für mich bedeutungsvoll gemacht? Was hat dazu beigetragen, meinem Leben eine eigene Gestalt zu geben? Welche Momente oder Erfahrungen haben meinem Leben Tiefe verliehen? Was gibt mir das Gefühl, lebendig zu sein? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt unserer Herbstdialoge, die am 08. November 2025 im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover stattfanden. Über 100 Teilnehmende, 5 Referenten, 3 Moderatorinnen und ein Pianist haben diese Fragen für sich in einem abwechslungsreichen Programm bewegt, begleitet bzw. methodische und musikalische Impulse für die Beratungs- und Therapiearbeit erhalten.

Die Herbstdialoge starteten mit Geertje Bolle, die als Wegbereitung für das Thema einen kurzweiligen Vortrag “Ganz. Gut. Genug.” zur Einordnung des Sinnthemas in der Existenzanalyse / Logotherapie vornahm. Anschließend gab Martin Rembeck mit einer kurzen Improvisation am Flügel den Teilnehmenden Zeit, um das Gehörte zu verarbeiten.

Bei dem nachfolgenden Podiumsdialog entlockte Sabine Rößer ihren Gästen Dr. Helene Drexler, Jürgen Wiebicke, Helmut Dorra, Geertje Bolle und Anja Reuter auf feinfühlige Weise persönliche Einblicke und Perspektiven zu der “großen” Frage “Wofür will ich gelebt haben?”. In der altersgemischten Runde bekam jeder Gast die Möglichkeit sich reflektierend zu öffnen und damit Impulse für die Zuhörer:innen und ihrer eigenen Sinnfrage zu geben.

Martin Rembeck schaffte mit einer weiteren Kurzimprovisataion am Flügel Zeit und Raum für die Zuschauenden, die gerade erlebten Eindrücke tiefer eindringen zu lassen.

Nach der Pause hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen Workshop zu besuchen:

Helmut Dorra bot einen Workshop zur methodischen Vertiefung an: “Die Sinnfrage im Horizont lebensgeschichtlicher Übergänge und Grenzerfahrungen”
Umgang mit Sinn- und Lebensfragen in der Beratung.

Geertje Bolle sammelt in ihrem Workshop mit den Teilnehmenden eigene Schätze zum Thema “Was die Motten fressen und: Von himmlischen Schätzen”
Workshop existenzielle Seelsorge – auf der Suche nach spirituellen Kostbarkeiten, die das eigene Leben zeichnen.

Claudia Kadir bot in ihrem Workshop “Wofür will ich gelebt haben?” eine selbsterfahrungsorientierte Vertiefung an mit dem Blick auf das eigene Leben und den darin enthaltenen “roten bzw. bunten Fäden”.

In dem Workshop mit Christiane Groß hatten die Teilnehmenden im Rahmen einer “Kollegialen Fallberatung” die Möglichkeit, über eigene Fälle in den Austausch zu kommen.

Am Ende der Veranstaltung überreichte der geschäftsführende Vorstand Sabine Rößer, Christiane Groß und Claudia Kadir dem vorhergehende Vorstandsteam Gudrun Heindorf, Alexander Milz, Ingo Zirks und Frank Gottschling Urkunden für ihre Ehrenmitgliedschaft und würdigte damit deren Leistungen für den Verein.

Der Applaus am Schluss und die Feedbacks vieler Teilnehmenden waren rundum positiv. Es gab viel Raum für Austausch und Begegnung. Vortrag, Podiumsdialog und Workshops wurden als bereichernd und intensiv erlebt.

Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende. Nach dem Abend-Buffet wurden 30 Jahre GLE D-Ausbildung in Deutschland gefeiert. Dr. Christoph Kolbe und Dr. Nadine John gaben einen Rückblick auf die Entwicklung der GLE D und der Ausbildung. Der Abend klang mit Musik und Tanz aus.

 

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