Workshop “Extremismus”

Wir wollen uns in diesem Workshop dem breiter werdenden politischen sowie religiös begründeten Extremismus widmen – einem Phänomen, das in den heutigen Zeiten der sich verdichtenden sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Belastungen in vielfältigen Facetten aufscheint.   

Die Veranstaltung ist als interaktiver Workshop geplant. Die Teilnehmenden lernen anhand von fachlichem Experteninput sowie der Auseinandersetzung mit Fallbeispielen aus der Praxis. Das erworbene Wissen, die Erkenntnisse und Selbsterfahrungen können in der eigenen Arbeit mit Klient*innen/ Patient*innen fruchtbar eingesetzt werden.  

Ziele der Veranstaltung: 

Die Teilnehmenden kennen den Begriff „Extremismus“, seine historische Entwicklungsdimension und verschiedene Richtungen und Arten. Sie bekommen eine Vorstellung über den psychologischen Prozess der „Radikalisierung“, der im Extremismus enden kann. Die Teilnehmenden kennen Merkmale einer Radikalisierung und lernen die Risiko- und Schutzfaktoren kennen. Sie schärfen das Verständnis von einem existenzanalytischen Ansatz zur Begleitung aus der Radikalisierung heraus.  

Inhalte:  

  • Fachlicher Input zu Extremismus und Radikalisierung (Begriffsklärung, Radikalisierungsmodelle, Erkennen extremistischer Verhaltensweisen) 
  • Existenzanalytische Betrachtung von Radikalisierungsprozessen 
  • Mögliche Gründe einer Radikalisierung aus existenzanalytischer, systemisch soziologischer und (entwicklungs-) psychologischer Sicht 
  • Schutzfaktoren und präventiver Ansatz 
  • Interaktive Arbeit an Fallbeispielen aus der Praxis 
  • Diskussion 

Veranstaltende: 

Expert*innen aus dem Beratungsnetzwerk Grenzgänger e.V. und Mitglieder der GLE-D. 

Zielgruppe: Lehrende, Sozialarbeitende, Beratende und Therapierende 

Teilnehmerzahl: min. 6 – max. 25  

Zeit und Ort: 10. September 2021 von 13-17 Uhr online via Zoom 

Kostenbeitrag: 10 Euro 

Anmeldefrist: 21. August 2021 – bitte per Mail an  

Referentin: Rahel Dorra, Beirätin der GLE-D 

 

Beratungsnetzwerk Grenzgänger 

Das Themenfeld „religiös begründeter Extremismus“ ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der sich die IFAK e.V. seit 2012 als einer der ersten zivilgesellschaftlichen Träger mit dem Beratungsnetzwerk Grenzgänger, das aus Bundesmitteln finanziert wird, gestellt hat.  

Grenzgänger bietet Beratung und Begleitung für Hilfesuchende im Bereich religiös begründeter Extremismus, sowie Fortbildungen in unterschiedlichen Formaten für verschiedene Zielgruppen im genannten Themenfeld an. Schwerpunkt bei der methodischen Umsetzung ist die Systemische Beratung. 

Zweck ist, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit über Beratung und Begleitung, sowie Unterstützung bei der Reintegration von Zurückgekehrten aus Kriegsgebieten nach Deutschland. Die Fortbildungsinhalte basieren stark auf den praktischen Erfahrungen der Berater*innen und geben, neben der Vermittlung von Wissen, den Teilnehmer*innen Handlungssicherheit in ihren beruflichen Tätigkeitsfeldern.