Aktuelle Informationen aus der AGHPT

Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie

Die AGHPT wurde 2010 als Zusammenschluss von 11 Verbänden und kompetenten Einzelpersonen gegründet, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Humanistische Psychotherapie in Wissenschaft und Anwendung zu fördern. Als GLE-D sind wir Mitglied in der AGHPT und werden durch Ingo Zirks vertreten. Ingo Zirks ist außerdem Mitglied im Vorstand der AGHPT.

Hier der Link auf die Homepage der AGHPT.

 

Wissenschaftlicher Beirat lehnt Antrag auf Anerkennung der Humanistischen Psychotherapie ab

Hier können Sie sich elektronisch an der Unterschriftenaktion beteiligen.

Liebe Mitglieder der GLE-D, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir erleben gerade live Psychotherapiegeschichte in Deutschland. Nach 6 Jahren hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie WBP – ein beratendes Gremium, das relativ willkürlich zusammengesetzt ist – entschieden, den Antrag der AGHPT zur Anerkennung der Humanistische Psychotherapie abzulehnen. Unserer Meinung nach ist die Begründung für die Ablehnung wenig stichhaltig und hält einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand. Prof.  Jürgen Kriz erörtert für uns seine Kritik. International ist die Humanistische Psychotherapie längst anerkannt, doch internationale Studien werden vom WBP nicht einbezogen. Selbst Studien, die der WBP einmal anerkannt hatten, wurden jetzt nicht mehr akzeptiert.

Sei es drum: die Diskussion und der Kampf um Anerkennung gehen weiter. Der Vorstand der GLE-D möchte Sie zeitnah informieren, damit Sie in ihrem beruflichen Umfeld die Humanistische Psychotherapie gut vertreten können. Dafür haben wir für Sie die Stellungnahme der AGHPT angefügt.

Die Existenzanalyse ist deutlich sichtbarer geworden, seitdem wir im Verbund mit den anderen humanistischen Verbänden in der AGHPT unser Anliegen einer wissenschaftlichen und berufspolitischen Anerkennung vertreten. Ein erster Erfolg: Der WBP hat der Humanistischen Psychotherapie beschieden, eine vierte psychotherapeutische Grundorientierung neben der Verhaltenstherapie, der Psychodynamischen Psychotherapie und der Systemischen Psychotherapie zu sein.

Der Vorstand der GLE-D wird die Existenzanalyse (Logotherapie) auch weiterhin in den berufspolitischen Gremien in den relevanten Berufsfeldern vertreten. Wir hoffen, dass Sie uns als Mitglieder tatkräftig dabei unterstützen. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an den Vorstand.

Ingo Zirks
Vorsitzender GLE-D
und Vorstandsmitglied AGHPT

Frank Gottschling, Gudrun Heindorf, Alexander Milz

Anlagen

Begleitbrief Vorstand AGHPT

Kommentar Kriz

Ingo Zirks ist Mitglied des am 21.01.2018 neu gewählten Vorstands der Arbeitsgemeinschaft für Humanistische Psychotherapie

Während der Mitgliederversammlung der AGHPT am 21.01.2018 fand die Wahl des neuen Vorstandes statt.  Dem alten Vorstand ist herzlich zu danken:

Manfred Thielen, Delegierter der DGK (Körperpsychotherapie), Birgit Wiesemüller, Delegierte der GwG (Personenzentrierte Psychotherapie) und Dr. Christoph Kolbe, Delegierter der GLE-D (Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse Deutschland). Sie haben sich intensiv sich für die AGHPT und deren Entwicklung engagiert und unschätzbare Arbeit für die Humanistische Psychotherapie in Deutschland geleistet. Nicht zu sehen auf dem Bild des alten Vorstandes ist Werner Eberwein, der leider erkrankt ist. An dieser Stelle nochmal gute Genesung!

Die Arbeit wurde anfangs von vier dann nur drei Personen geleistet. Auf Grund der Erfahrung der enormen Arbeitsbelastung, so sie sich nur auf wenige Schultern verteilt,  besteht der neue Vorstand aus fünf Personen.

Diese haben Kernaufgaben unter sich aufgeteilt. Berichte aus den einzelnen Bereichen werden in Zukunft immer wieder auf der Homepage erscheinen. Als Erster Vorsitzender wurde Manfred Thielen wieder in den neuen Vorstand gewählt. Die neuen Vorstandsmitglieder sind Anatoli Pimenidou (2. Vorsitzende, Delegierte des DFP, Psychodrama), Dorothea Bünemann (Delegierte der DVG, Gestalttherapie), Wolfgang Scheiblich (Delegierter der DGIK, Gesellschaft für Integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung) und Ingo Zirks (Delegierter der GLE-D,  Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse Deutschland).

Der neue Vorstand hat sofort seine Arbeit aufgenommen, was aufgrund der berufspolitischen Entscheidung durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) notwendig ist. Der WBP hat die Humanistische Psychotherapie zwar als vierte Grundorientierung anerkannt, jedoch ihr eine Anerkennung als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren versagt. Dieses ist inhaltlich, hd.h. wissenschaftlich, nicht nachzuvollziehen und scheint eher berufspolitisch  motiviert zu sein. Dazu folgt in Kürze eine ausführliche Stellungnahme durch den Vorstand der AGHPT und ihrem wissenschaftlichen Beirat Prof. Jürgen Kriz.

Es ist soweit: Die Humanistische Psychotherapie hat ein gemeinsames Weiter­bildungs­zerti­fikat!

Die Weiterbildungsordnung „Humanistische Psychotherapie“ (HPT) liegt nun ausgearbeitet vor und kann in den Mitgliedsvereinen und -verbänden der AGHPT verbreitet werden. Das Weiterbildungscurriculum wurde am 18. September 2017 von der Mitgliederversammlung ver­ab­schiedet.

Die Vorarbeit oblag bis zur endgültigen Verabschiedung am 18.09.2017 der Aus-, Weiter- und Fortbildungskommission in der AGHPT. Dr. Christoph Kolbe hatte die Federführung und erarbeitete mit Birgit Wiesemüller und Ulla Fangauf die Mindeststandards, die für das Weiter­bildungszertifikat gelten sollen.

Diese neue Weiterbildungsordnung ist ein starkes Zeichen dafür, dass die Existenzanalyse sich im Verbund mit weiteren humanistischen Schulen der Gesprächspsycho­therapie/Perso­nzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama und Trans­aktionsanalyse als eine Methode der Humanistische Psychotherapie versteht. Ähnlich sehen sich verschiedene Methoden der Verhaltenstherapie (kognitive Therapie, behaviorale Methoden etc.) als eine psychotherapeutische Richtung. Das Gleiche gilt für die Psychoana­lyse, zu der in Deutschland die spezifischen psychoanalytischen Ausrichtungen nach Jung, Adler oder Freud gezählt werden.

Ab sofort können ExistenzanalytikerInnen, die den Zugangsvoraussetzungen entsprechen, mit ihrem GLE-D Diplom Existenzanalyse und dem Nachweis vertiefter Kenntnisse in einer weiteren humanistischen Methode (mindestens 50 Stunden) bei der Zertifizierungskommission das Zertifikat der humanistischen Psychotherapie beantragen.

Die Vertiefungsseminare der weiteren humanistischen Methode müssen von anerkannten WeiterbildungsleiterInnen der akkreditierten Institute der humanistischen Methode (Gesprächspsychotherapie/Personzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse) geleitet werden und ein psychotherapeutisches Thema zum Inhalt haben.

Die Zielgruppe dieses Weiterbildungszertifikats sind Personen, die ohne bisherige Vorkennt­nisse und Weiterbildung eine psychotherapeutische Weiterbildung absolvieren wollen. Es ist also keine Approbationsausbildung.

Es gelten Übergangsregeln für bereits ausgebildete ExistenzanalytikerInnen, die ihre Wie­ter­bildung auch als Weiterbildung in HPT erweitern und deklarieren wollen.

Die Interessenten müssen, wenn sie das Weiterbildungszertifikat Humanistische Psychotherapie haben wollen, zusätzlich anwendungsorientierte Vertiefungsseminare (mind. 66 Stunden) mit folgenden Inhalten absolvieren.

  1. Grundlagen der allgemeinen humanistischen Psychotherapie: 1 WE (18 UStd.)
  2. Vertiefte Kenntnisse in anderen humanistischen Methoden: 3 WE (48 UStd.)

Hinweis: Max. 33 Std. können über die Teilnahme an AGHPT-Kongressen sowie Kongressen der Mitgliedsverbände anderer humanistischer Methoden angerechnet werden.

Bisher erworbene Kenntnisse in der weiteren Methode können angerechnet werden. Die Nachweise (z.B. Kurs- und Weiterbildungsbescheinigungen) müssen mit dem GLE-D Diplom der Zertifizierungskommission eingereicht werden. Die Kommission erhebt eine Gebühr zur Kostendeckung für die Bearbeitung und das Weiterbildungszertifikat.

WeiterbildungsteilnehmerInnen entscheiden sich also in Zukunft, ob sie das Weiterbildungszertifikat der GLE-D Existenzanalyse alleine oder zusätzlichen mit der zusätzlichen Weiterbildung in Humanistischer Psychotherapie abschließen wollen.

Das weiterführende Zertifikat dokumentiert ein Mehr an Wissen und weist auch auf eine sich erweiternde Identität hin, die der Existenzanalyse gut tun wird.

Ingo Zirks, 09.10.2017

Kongress 2017 "Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten"

Hier das Programm des letzten Kongresses „Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten“ 07.-10.09.2017 in Berlin.