Aktuelle Informationen aus der AGHPT

Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie

Die AGHPT wurde 2010 als Zusammenschluss von 11 Verbänden und kompetenten Einzelpersonen gegründet, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Humanistische Psychotherapie in Wissenschaft und Anwendung zu fördern. Als GLE-D sind wir Mitglied in der AGHPT und werden durch Dr. Christoph Kolbe vertreten. Dr. Christoph Kolbe ist außerdem Mitglied im Vorstand der AGHPT.

Hier der Link auf die Homepage der AGHPT.

Es ist soweit: Die Humanistische Psychotherapie hat ein gemeinsames Weiter­bildungs­zerti­fikat!

Die Weiterbildungsordnung „Humanistische Psychotherapie“ (HPT) liegt nun ausgearbeitet vor und kann in den Mitgliedsvereinen und -verbänden der AGHPT verbreitet werden. Das Weiterbildungscurriculum wurde am 18. September 2017 von der Mitgliederversammlung ver­ab­schiedet.

Die Vorarbeit oblag bis zur endgültigen Verabschiedung am 18.09.2017 der Aus-, Weiter- und Fortbildungskommission in der AGHPT. Dr. Christoph Kolbe hatte die Federführung und erarbeitete mit Birgit Wiesemüller und Ulla Fangauf die Mindeststandards, die für das Weiter­bildungszertifikat gelten sollen.

Diese neue Weiterbildungsordnung ist ein starkes Zeichen dafür, dass die Existenzanalyse sich im Verbund mit weiteren humanistischen Schulen der Gesprächspsycho­therapie/Perso­nzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama und Trans­aktionsanalyse als eine Methode der Humanistische Psychotherapie versteht. Ähnlich sehen sich verschiedene Methoden der Verhaltenstherapie (kognitive Therapie, behaviorale Methoden etc.) als eine psychotherapeutische Richtung. Das Gleiche gilt für die Psychoana­lyse, zu der in Deutschland die spezifischen psychoanalytischen Ausrichtungen nach Jung, Adler oder Freud gezählt werden.

Ab sofort können ExistenzanalytikerInnen, die den Zugangsvoraussetzungen entsprechen, mit ihrem GLE-D Diplom Existenzanalyse und dem Nachweis vertiefter Kenntnisse in einer weiteren humanistischen Methode (mindestens 50 Stunden) bei der Zertifizierungskommission das Zertifikat der humanistischen Psychotherapie beantragen.

Die Vertiefungsseminare der weiteren humanistischen Methode müssen von anerkannten WeiterbildungsleiterInnen der akkreditierten Institute der humanistischen Methode (Gesprächspsychotherapie/Personzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse) geleitet werden und ein psychotherapeutisches Thema zum Inhalt haben.

Die Zielgruppe dieses Weiterbildungszertifikats sind Personen, die ohne bisherige Vorkennt­nisse und Weiterbildung eine psychotherapeutische Weiterbildung absolvieren wollen. Es ist also keine Approbationsausbildung.

Es gelten Übergangsregeln für bereits ausgebildete ExistenzanalytikerInnen, die ihre Wie­ter­bildung auch als Weiterbildung in HPT erweitern und deklarieren wollen.

Die Interessenten müssen, wenn sie das Weiterbildungszertifikat Humanistische Psychotherapie haben wollen, zusätzlich anwendungsorientierte Vertiefungsseminare (mind. 66 Stunden) mit folgenden Inhalten absolvieren.

  1. Grundlagen der allgemeinen humanistischen Psychotherapie: 1 WE (18 UStd.)
  2. Vertiefte Kenntnisse in anderen humanistischen Methoden: 3 WE (48 UStd.)

Hinweis: Max. 33 Std. können über die Teilnahme an AGHPT-Kongressen sowie Kongressen der Mitgliedsverbände anderer humanistischer Methoden angerechnet werden.

Bisher erworbene Kenntnisse in der weiteren Methode können angerechnet werden. Die Nachweise (z.B. Kurs- und Weiterbildungsbescheinigungen) müssen mit dem GLE-D Diplom der Zertifizierungskommission eingereicht werden. Die Kommission erhebt eine Gebühr zur Kostendeckung für die Bearbeitung und das Weiterbildungszertifikat.

WeiterbildungsteilnehmerInnen entscheiden sich also in Zukunft, ob sie das Weiterbildungszertifikat der GLE-D Existenzanalyse alleine oder zusätzlichen mit der zusätzlichen Weiterbildung in Humanistischer Psychotherapie abschließen wollen.

Das weiterführende Zertifikat dokumentiert ein Mehr an Wissen und weist auch auf eine sich erweiternde Identität hin, die der Existenzanalyse gut tun wird.

Ingo Zirks, 09.10.2017

Kongress 2017 "Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten"

Hier das Programm des letzten Kongresses “Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten” 07.-10.09.2018 in Berlin.