Herbsttagung 2026

 

Ich mit mir

Innere Stimmigkeit in einer fordernden und tosenden Welt

 

Ich mit mir und darin ruhen – ist immer wieder knifflig. In einer tosenden Welt voller Tempo und Information, voller Forderungen und Ansprüche, voller Veränderungen und Krisen. Wie gelingt jetzt ein Innehalten, der Dialog mit mir und stimmiges Handeln? Denn Stimmigkeit ist flüchtig. Wir haben sie nicht – und können sie doch erfahren. Aber wie? Inmitten der Szenen und Stimmen des Alltags. Der konkurrierenden, drängenden, nicht selten tosenden.
Wie können wir Menschen in Beratung und Therapie unterstützen, sich treu zu bleiben? Was brauchen sie dabei für eine abgestimmte Antwort: mit sich, hin zum anderen, zur Welt – für eine authentische?
Darüber möchten wir gemeinsam nachdenken, vertiefen, in den Austausch kommen.
Wir freuen uns auf Sie und die Vortragenden bei der Herbsttagung 2026 und laden Sie herzlich dazu ein.

Merken Sie sich den Termin schon mal vor: 14. November 2026

Das Eigene erfassen

Die Welt ist anspruchsvoll. Permanent fordert sie, dass wir uns auf Ereignisse, Krisen und Veränderungen einstellen und damit umgehen lernen. Was gestern galt, gilt heute vielleicht nicht mehr. Informationsflut, Schnelligkeit und Leistungsorientierung erschweren uns ein Innehalten und Spüren, was gerade stimmt – was für uns wahrhaftig ist.

Hinzu kommen die Herausforderungen des eigenen Lebens. Zwischen Verpflichtungen und Anforderungen kann das Gefühl entstehen, sich selbst nicht mehr gerecht zu werden. Ein Gefühl, das in Erschöpfung, in innere Zerrissenheit münden kann oder uns gar an der Welt verzweifeln lässt.

In der Existenzanalyse verstehen wir das Mensch-Sein in seinem Ursprung als dialogisch angelegt. In Resonanz mit der Welt entwickeln wir unser Selbst und damit die Grundlage innerer Abstimmung. Doch was geschieht, wenn dieser innere Dialog nicht mehr gelingt? Wenn wir selbst darin kaum noch vorkommen?

In einer Welt, die ständig fragt und fordert entsteht eine Herausforderung: das Eigene erfassen und sich daran ausrichten.

Wie also können wir Menschen in Therapie und Beratung darin unterstützen, sich selbst treu zu bleiben, trotz innerer und äußerer Ansprüche? Was braucht es, um sich selbst so nahe zu sein, dass die Fragen des Lebens mit innerer Zustimmung beantwortet werden können? Und wie kann es gelingen, sich selbst sein zu lassen, um authentisch zu antworten?

Diese Tagung lädt dazu ein, gemeinsam nachzudenken, zu vertiefen und in Austausch zu kommen. Als Fachpersonen und als Menschen, die immer wieder neu gefragt sind, in sich Stellung zu beziehen: zu sich selbst, zu anderen und zur Welt.

Dabei möchten wir folgende Dimensionen näher betrachten:

  • Persönlich-biografisch: Wie hören sich meine inneren Dialoge an und wie kann Selbstannahme gelingen?
  • Im Miteinander: Was braucht es, damit ich mir selbst treu und gleichzeitig offen sein kann, im alltäglichen Miteinander genauso wie in den wichtigsten Beziehungen?
  • Gesellschaftlich: Wie finde ich zwischen tönenden Forderungen von Mehrheiten und Minderheiten, von Parteien und Akteuren meine innere Stimme – die eigene und leise? Die spürbare. Nahe.