Existenzielle Führung

Der Blog »Existenzielle Führung – Führungsthemen für denkende Praktiker und praktische Denker« betrachtet aus existenzieller Perspektive Wesentliches von Führung und Organisation und leuchtet Konsequenzen für die Führungs und Beratungspraxis aus. 

Gewissheiten und Strukturen im Umfeld von Organisationen lösen sich rasant auf, organisationale Binnenwelten erscheinen komplexer und segmentierter, flüchtiger, ungewisser, vielschichtiger, mehrdeutiger. Führenden wie Geführten mangelt es zusehends an Orientierung in der Rolle: Sie werden je auf sich, auf ihr Verhältnis zueinander, auf fundamentale Daseinsfragen zurückgeworfen; auf Haltlosigkeit und Angst, Endlichkeit und Sinnlosigkeit, Verbundenheit und Einsamkeit, Authentizität und Zweifel, Freiheit und Verantwortung. Groß ist die Sehnsucht nach einem existenziellen Anker. Und zunehmend fragwürdig erscheinen etablierte wie auch moderne Führungs- und Organisationskonzepte. – Diese Befunde nehmen wir als Ausgangspunkte in unserem Blog, Wesentliches von Führung ins Licht zu ziehen und Konsequenzen für die Führungs, Organisations- und Beratungspraxis auszuleuchten. 

»Die Essenz von Führung wird sichtbar, sobald sie die Maske des Gefühlsmanagements fallen lässt, im begegnenden Dialog Gesicht zeigt und auf Fragen des Menschseins in Organisationen antwortet. Dies zu befördern, ist das Anliegen unseres Projekts Existenzielle Führung.«  

Nach unserer britischen Kollegin, Monica Hanaway, haben wir mit Hans Rusinek einen ausgewiesenen “Neu-Denker”, Publizisten und Wissenschaftler als Gastautoren gewinnen können. Hans Rusinek forscht an der Universität St. Gallen zum Wandel der Arbeit und ist Mitglied im Promotionskolleg Soziale Marktwirtschaft der Konrad‐Adenauer‐Stiftung. Davor war er erster Mitarbeiter und Associate Strategy Director der Purpose‐Beratung der Boston Consulting Group, BrightHouse. An Debatten zwischen Wirtschaft und Gesellschaft beteiligt er sich etwa in BrandEins oder dem Deutschlandfunk. 2020 gewann er dafür den Förderpreis für Wirtschaftspublizistik der Ludwig‐Erhard‐Stiftung. Rusinek engagiert sich ehrenamtlich als Fellow im ThinkTank30 des Club of Rome. Er studierte VWL, Philosophie und Politik an der London School of Economics und in Bayreuth.

Hier geht’s zu seinem Beitrag “Arbeit und Sein – Von Sinndruck, Purpose und hybrider Arbeit”. Vielen Dank, Hans Rusinek!

Arbeit und Sein – Von Sinndruck, Purpose und hybrider Arbeit